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2.2 Projekte und Maßnahmen zur Förderung und Stärkung der sozialen
Kompetenz
2.2.1 Streitschlichtung
Mit
der Entscheidung, ein Streitschlichtermodell (hier: das
Hosentaschenbuch) als Teil des Schulprogramms einzuführen, kann der
Erziehungsauftrag einer demokratischen Schule erfüllt werden, indem
Schüler im Rahmen einer verbesserten Interaktion Verantwortung und
Eigeninitiative ergreifen.
Seit
dem Schuljahr 2004 stehen an unserer Schule Streitschlichter aus den
Reihen der Acht- bis Zehntklässler bereit, um eine positive Streitkultur
zu erlernen und dann zu praktizieren. Ausgebildet werden sie von
speziell geschulten Lehrern/innen.
Zielgruppe beim Schlichten sind die Schüler aus der 5. und 6. Klasse,
damit diese die Fähigkeit zur Konfliktlösung nach oben weitertragen
können.
Während der Ausbildung lernen Streitschlichter Strategien zur
Konfliktlösung kennen. Verschiedene Streitsituationen werden analysiert,
um Verhalten anderer zu interpretieren. Im Rollenspiel wird der Ablauf
einer Streitschlichtung konkretisiert. Die Streitschlichter sind dabei
“Moderatoren” und erlernen folgende Fähigkeiten:
·
Regeln aufstellen;
·
Zuhören;
·
sich in andere
hineinversetzen;
·
relevante Fragen formulieren;
·
Rückschlüsse ziehen;
·
Lösungen finden;
·
Friedensverträge entwerfen und deren Einhaltung überprüfen.
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Aufgabe der Streitschlichter ist es, Brücken zu bauen, damit die
Kontrahenten das Problem selbst lösen können
Voraussetzung ist jedoch, dass “Kampfhähne”
freiwillig den Gang zur
Streitschlichtung gehen. Hierfür stehen die großen Pausen zu Verfügung.
Eine Lösung kann jedoch nicht immer mit dem Gongzeichen erfolgen.
Mit
der Annahme der Schlichtung sitzen zwei Streitschlichter mit den am
Konflikt Beteiligten im Streitschlichterraum der Hauptschule
Freudenberg.
Nach
wechselseitiger Vorstellung und Erklärung des Verfahrens werden
Gesprächsregeln festgelegt, die Neutralität der Streitschlichter
zugesichert und besonders auf die Verschwiegenheitspflicht hingewiesen.
·
Zuhören;
·
ausreden lassen;
·
nicht beschimpfen.
Der Streitschlichterraum, auch “Gute Stube” genannt, hebt sich von unseren Klassenräumen durch eine gemütliche Gestaltung ab.
“Gute Stube” wurde der Raum in Erinnerung an frühere Zeiten genannt, wo
“Schiedsmänner” in Wohnzimmern bei einer Tasse Kaffee zu einer gütlichen
Einigung verhalfen. |