7.1.1 Auswertung der Elternbefragung
Die
Zielsetzung dieser Evaluation bestand darin, aufgrund der Beurteilung
der Eltern und der Schüler Schlussfolgerungen zu ziehen und Perspektiven
zu erarbeiten für die nächsten Durchgänge des o.g. Lehrgangs. Einige
Bewertungen könnten allerdings auch Fragestellungen allgemeiner Art
initiieren (z.B. Betreuung durch die Schule). Speziell bei der
Elternbefragung hielten wir es für zweckmäßig, die subjektiven
Eindrücke mit Hilfe einer Ordinalskala zu quantifizieren. Mit dieser
Methode erhält man in relativ einfacher Form aussagekräftige Wertungen,
da das Ergebnis gut überschaubar graphisch dargestellt werden kann (mit
Hilfe der Häufigkeitsverteilung).
Die Einschätzungen der Eltern lagen in allen abgefragten Bereichen
zwischen + und
++.
Besonders festzuhalten ist, dass
bei dem Gesamturteil alle angesprochenen Eltern ein
++ angekreuzt haben. Diese
Maßnahme wurde daher ohne jegliche Einschränkung begrüßt.
Angaben zu dem Werturteil
- bzw. - - kamen
überhaupt nicht vor. Das arithmetische Mittel lag bei 1,86
(++ = +2 /
- - = - 2), (s. Anlage C, S.
1).
Vorsichtige Kritik ist bezüglich des Zeitpunkts (13.00 Uhr bis 15.00
Uhr) festzustellen, wobei die Einschätzung der gefragten Eltern
übereinstimmt mit mehrfach an die Schule herangetragene Aussagen, dass
eine Überlastung der Schüler zu befürchten sei (sechs Stunden Unterricht
und zusätzlich zwei Zeitstunden Lehrgang).
Bei diesem sehr guten Gesamtergebnis ist allerdings
nicht zu übersehen, dass zwei Bereiche, bei denen die Leistung der
Schule gefordert war (und
benotet wurde), relativ betrachtet als gerade mal
„zufriedenstellend“ einzuordnen sind und eine Optimierung möglich sein
sollte (s. Anlage C, S. 1: Schulische Betreuung / Technische
Ausrüstung).
7.1.2 Schülerfeedback
Die
teilnehmenden Schüler wurden gebeten, ihre Beurteilung anonym in
schriftlicher Form abzugeben. Sie wurden darauf hingewiesen,
positive Erfahrungen zu
notieren und
selbstverständlich auch diejenigen Bereiche aufzulisten,
die verbesserungsfähig sind.
Zusätzlich erhielten die Schüler konkrete Anhaltspunkte wie z.B.:
·
Hat Dir das Thema gefallen (Bau einer Säulenpresse)?
·
Hat es Freude gemacht, an dem Lehrgang teilzunehmen?
·
Du hast handwerkliche Fertigkeiten kennengelernt (Feilen, Bohren etc.).
Was war besonders wichtig? Fehlten Fertigkeiten, die Du gerne erlernt
hättest?
·
Lag der Zeitpunkt günstig (7. und 8. Stunde)?
·
Wie war die Betreuung durch Herrn Schönauer?
·
Wie beurteilst du die Betreuung durch die Schule?
Beim Schülerfeedback wurde bewusst
auf eine Quantifizierung der Beurteilungsmerkmale verzichtet. Da
es sich um eine begrenzte Anzahl von Schülern handelt, waren wir der
Auffassung, dass die kasuistischen Individualaussagen einen besonderen
Stellenwert erhalten und repräsentativ aussagekräftig sind, so dass auf
empirische Auswertungen verzichtet werden konnte. Außerdem sahen wir in
der schriftlichen Auseinandersetzung mit der Thematik eine sehr
zweckgerichtete, fächerübergreifende Aufgabe.
Beispiele für positive Äußerungen:
·
Bei Bewerbungen habe ich das Zertifikat immer dabei, ich habe viel
gelernt.
·
Die Firmen, die ich angeschrieben habe, fanden das Zertifikat gut.
·
In Vorstellungsgesprächen wurde ich immer auf den Lehrgang angesprochen.
·
Bei meiner Berufswahl hat mir der Lehrgang sehr geholfen.
·
Der Lehrgang war der Grund dafür, dass ich eine Lehrstelle als
Industriemechaniker bekommen habe.
Beispiele für negative Äußerungen:
·
Die Tische müssten noch anders gestellt werden.
·
Die Ausrüstung war am Anfang nicht gut.
·
Die Ausrüstung könnte noch etwas besser sein, manchmal fehlten Bohrer
und Gewindeschneider.
7.1.3 Zusammenfassung
Schüler und Eltern bewerten die durchgeführten Maßnahmen durchweg
positiv (vgl. Anlage C, S.
1f). Der Lehrgang wird daher obligatorisch in das
Schulprogramm aufgenommen.
In
folgenden Bereichen ist
Handlungsbedarf erkennbar:
Die technische Ausrüstung muss weiterhin verbessert werden;
Die Schule (konkret: Schulleitung bzw. Fachlehrer, ggf. auch
Klassenlehrer) wird die Maßnahme durch regelmäßige Kontakte
begleiten und die Schüler bei ihren Arbeiten besuchen (und
möglicherweise individuell unterstützen).