Grundsätze unserer Erziehungsarbeit
Zuverlässigkeit
Die Zuverlässigkeit ist eine Grundbedingung für erfolgreiche Zusammenarbeit und die Erreichung von Zielen. Man muss sich darauf verlassen können, dass die Jugendlichen nach ihrer Leistungsfähigkeit die ihnen übertragenen Aufgaben wahrnehmen, auch unter widrigen Umständen und ohne dauernde Überwachung und Kontrolle.
Lern- und Leistungsbereitschaft
Eine Basisbedingung für erfolgreiche Ausbildung ist eine Einstellung, die sich am guten Ergebnis und am Erfolg orientiert. Die Schulausbildung muss positiv als integrierender Bestandteil des eigenen Lebens gesehen werden und nicht als notwendiges Übel.
Ausdauer - Durchhaltevermögen - Belastbarkeit
Erforderlich ist die Fähigkeit, auch da durchzuhalten, wo der Unterricht als Belastung oder als widrig angesehen wird. Eine gewisse Frustrationstoleranz sollten die Schüler und Schülerinnen sowohl im Elternhaus als auch in der Schule erwerben und nicht durch jedes Misserfolgserlebnis oder vorläufiges Ausbleiben des Erfolges zur Aufgabe bewegt werden.
Sorgfalt - Gewissenhaftigkeit
Zur Vorbereitung auf das Berufsleben ist die Erziehung zur Sorgfalt und Genauigkeit unverzichtbar. Dazu gehören Selbstdisziplin, Ordnungssinn, Pünktlichkeit und ähnliche Werte.
Konzentrationsfähigkeit
Sie hat in besorgniserregendem Ausmaß bei unseren Schülern und Schülerinnen abgenommen. Es ist Aufgabe der Schule, Durchhaltevermögen und Konzentrationsfähigkeit auch länger als fünf oder zehn Minuten zu trainieren.
Verantwortungsbereitschaft - Selbständigkeit
Mit kleinen Aufgaben sollten Schüler und Schülerinnen dazu angehalten werden, Verantwortung zu übernehmen. Es geht um die Fähigkeit, für etwas einzustehen, auch wenn es einmal misslingt. Arbeit, Unangenehmes, Lästiges, Verantwortung sollten nicht auf andere abgeschoben werden.
Höflichkeit - Freundlichkeit
Aggressives, ruppiges oder flegelhaftes, auch nur unhöfliches Verhalten stört das Zusammenleben in der Schule. Höfliche und freundliche Umgangsformen fördern die Klassengemeinschaft und eine konfliktfreie Beziehung zwischen Lehrenden und Lernenden.
Konfliktfähigkeit
Zusammenleben kann nicht völlig konfliktfrei ablaufen. Auftretende Differenzen bei Meinungen und Haltungen sollten friedlich und konstruktiv verarbeitet werden können, ohne offene und versteckte Aggressionen. Das setzt Sprach- und Argumentationsfähigkeit voraus.
Toleranz
Schüler und Schülerinnen müssen dazu hingeführt werden, abweichende Einstellungen, religiöse Zugehörigkeiten, Verhalten und Meinungen bei anderen als gegeben hinzunehmen. Sie sollten aber gleichermaßen deutlich und klar ablehnen, was gegen die Basiswerte unserer Gesellschaft verstößt, damit sie Grenzen der Toleranz setzen können. Sie sollten also intolerant sein gegen Aggressivität, Verletzung humaner Grundwerte und nicht zuletzt gegen Leistungsverweigerung
Diese Punkte wurden erarbeitet im Vergleich zu den "Erwartungen der Wirtschaft von Schulabgängern", eine Veröffentlichung der IHK.
Diese Auflistung der Grundhaltungen erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit der Werte unserer Gesellschaft.