Einführung der Noten zum Arbeitsverhalten und Sozialverhalten und
Schlussfolgerungen aus der Evaluation
Im Schuljahr 2007/08 wurden erstmals Noten zum
Arbeitsverhalten und Sozialverhalten in insgesamt sechs Bewertungskategorien
vergeben. Im Bewertungsbereich Arbeitsverhalten wurden Noten für
„Leistungsbereitschaft“, „Zuverlässigkeit/ Sorgfalt“ und „Selbstständigkeit“
erteilt. Das Sozialverhalten wurde in den Kategorien „Konfliktverhalten“, „Kooperationsfähigkeit“
und „Verantwortungsbereitschaft“ bewertet.
Wie angekündigt, wurden die ersten beiden Vergabedurchgänge
unter Beteiligung aller Gruppen ausgewertet. Grundlage dieser Auswertung waren
Rückmeldungen von Schulen, Schülerinnen und Schülern sowie deren Eltern an das
Ministerium für Schule und Weiterbildung, Berichte der Bezirksregierungen über
die dort eingegangenen Notenbeschwerden und Widersprüche sowie die
Stellungnahmen von Expertinnen und Experten im Rahmen mehrerer Anhörungen im
Ausschuss für Schule und Weiterbildung des Landtags Nordrhein-Westfalen.
Zusätzlich wurden die Ergebnisse einer unabhängigen Umfrage des Instituts für
Schulentwicklungsforschung in Dortmund an insgesamt 350 nach dem Zufallsprinzip
ausgewählten Schulen aller Schulformen, die Noten zum Arbeitsverhalten und
Sozialverhalten vergeben haben, und einer vergleichbaren Zahl an
Ausbildungsbetrieben einbezogen.
Die Auswertung ergab, dass die Vergabe der Noten zum
Arbeitsverhalten und Sozialverhalten grundsätzlich auf Zustimmung trifft.
Kritische Rückmeldungen bezogen sich in der großen Mehrheit der Fälle auf
Einzelaspekte des Verfahrens. So haben sowohl Lehrerinnen und Lehrer als auch
Eltern und Ausbildungsbetriebe die Trennschärfe der sechs Beurteilungsbereiche
als nicht stark genug wahrgenommen. Das gilt insbesondere für die
Beurteilungsbereiche des Sozialverhaltens, die als in hohem Maße von einander
abhängig verstanden wurden. Sie werden deshalb künftig in einer Note
zusammengeführt. Die Fähigkeit zu „selbstständigem“ Arbeiten soll künftig allein
über die Fachbenotung abgebildet werden. Die Gesamtzahl der Noten wird so auf
die Hälfte reduziert mit dem Ziel, die Bewertungsbereiche klarer gegeneinander
abzugrenzen.
„Leistungsbereitschaft“
„Zuverlässigkeit/Sorgfalt“
„Sozialverhalten“
erhalten.
Die grundsätzliche Differenziertheit der Bewertung bleibt so
gewahrt. Auch die vier Notenstufen „sehr gut“, „gut“, „befriedigend“ und
„unbefriedigend“ haben sich bewährt und behalten Gültigkeit. In allen
Schulformen, die Noten zum Arbeitsverhalten und Sozialverhalten erteilen,
bleibt es weiterhin möglich, die Noten nach Beschluss der Schulkonferenz durch
Beschreibungen zu ergänzen. Darüber hinaus kann die Schulkonferenz beschließen,
dass die Note „unbefriedigend“ begründet wird.
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