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  Rechtliche Grundlagen   1  2  3

  Es ist empfehlenswert, auch weiterhin das konkrete Konzept in den beteiligten Gremien zu thematisieren. Eltern sowie Schülerinnen und Schüler sind umfassend zu informieren, um die Transparenz der Anforderungen und der Beurteilung zu gewährleisten.

 Kompetenzbereiche und Indikatoren

  Die Auswertung der erstmaligen Vergabe der Noten zum Arbeitsverhalten und Sozialverhalten hat ergeben, dass sich die Mehrheit der Schulen intensiv mit der Bewertung auseinanderge­setzt hat. Die Schulen sind ausdrücklich aufgefordert, Kriterienkataloge, die bereits erarbeitet wurden, beizubehalten. Selbstverständlich können die Schulen auch weiterhin solche Kriterien­kataloge zusätzlich entwickeln. Für die Teilkategorien sind im Folgenden besonders solche Indikatoren herangezogen worden, die altersangemessen für die Schulstufen konkretisiert und angepasst werden können.

 Beurteilungsbereich Arbeitsverhalten:

 Die Beurteilung des Arbeitsverhaltens erfolgt in zwei Kompetenz­bereichen:

§    Leistungsbereitschaft

§   Zuverlässigkeit und Sorgfalt.

  Im Bereich „Leistungsbereitschaft“ ist insbesondere auf eine klare Abgrenzung zur Fachbenotung zu achten. Als Kompetenz im Beurteilungsbereich Arbeitsverhalten geht es auch darum, die Lernanstrengungen zu dokumentieren, die sich nicht zwangsläufig in einer guten oder gar sehr guten Fachbewertung ausdrücken.

Zur Konkretisierung und Beurteilung der einzelnen Kompe­tenzbereiche können u.a. folgende Indikatoren herangezogen werden:

 Leistungsbereitschaft

 Die Schülerinnen und Schüler

   arbeiten konzentriert, auch über einen längeren Zeitraum

   strengen sich auch bei ungeliebten Aufgaben und Anforderungen an

  fragen nach und verlangen Klärung, wenn sie eine Aufgabe oder einen Arbeitszusammenhang nicht verstehen

  erkennen Schwierigkeiten, fragen nach, holen sich Unterstützung ohne frühzeitig aufzugeben

   suchen neue Aufgaben und zeigen Initiative

     zeigen Interesse an neuen Themen und Aufgabenstellungen und nehmen diese in Angriff.

 

Zuverlässigkeit und Sorgfalt

 Die Schülerinnen und Schüler

   erscheinen pünktlich zum Unterricht und zu vereinbarten Terminen

   halten Absprachen gewissenhaft und zuverlässig ein 

erledigen Aufgaben vollständig und termingerecht

   führen Hefte und Arbeitsunterlagen ordentlich und nach den vereinbarten Vorgaben

   halten Lern- und Arbeitsmaterialien in ordentlichem Zustand bereit

   gehen mit Büchern, Materialien, Geräten usw. verantwortungsbewusst und sachgerecht um.

 Beurteilungsbereich Sozialverhalten:

   Die Note für das Sozialverhalten fasst die bisherigen drei Kompetenzbereiche zusammen. Die Bewertung des Sozialverhaltens von Schülerinnen und Schülern bezieht sich auf deren Verhalten im wei­teren schulischen Kontext (Unterricht, Unterrichtsgänge, Klassenfahrten etc.), jedoch nicht auf deren Verhalten im privaten Bereich.

Zur Konkretisierung und Beurteilung des Sozialverhaltens können u.a. folgende Indikatoren herangezogen werden:

 Die Schülerinnen und Schüler

   nehmen verantwortungsbewusst Aufgaben und Pflichten für die Klasse/Gruppe wahr

   erkennen unterschiedliche Ideen an; tragen dazu bei, eine gemeinsam getragene Lösung zu finden

   halten vereinbarte Regeln ein und beachten Höflichkeitsformen situationsangemessen

   erkennen Leistungen anderer an, hören angemessen zu und lassen andere ausreden

   hören zu, wenn Kritik an der eigenen Leistung oder dem eigenen Verhalten geübt wird, und sind bereit, sich mit der Kritik sachlich auseinanderzusetzen

          nehmen Konflikte mit anderen wahr, sprechen diese angemessen an und versuchen sie mit friedlichen Mitteln zu lösen.

   Ein positives Sozialverhalten ist nicht mit Konfliktvermeidung um jeden Preis gleichzusetzen. Kompetenzen zeigen sich vielmehr darin, eigene Standpunkte in der Sache engagiert, im Umgang jedoch respektvoll und ohne persönliche Verletzungen zu vertreten.

 

     
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