Schulsozialarbeit an der Hauptschule Freudenberg

Sozialarbeiterin Gabriele White

  Seit August 2008 gibt es an der Hauptschule Freudenberg eine Schulsozialarbeiterin mit einem Stellenumfang von 20 Wochenstunden.

Die Schwerpunkte der Arbeit sind:

1. Einzelfallhilfe und Krisenintervention

2. Netzwerkbildung

3. Präventionsarbeit/schulergänzende Maßnahmen

 

1. Einzelfallhilfe und Krisenintervention

  Die Einzelfallhilfe und Krisenintervention umfasst zum einen die vielfältigen Probleme im Elternhaus wie z.B. Vernachlässigung, Gewalterfahrung, sexuellem Missbrauch, Krankheiten in der Familie, Alkoholismus der Eltern, Trennung / Scheidung der Eltern, Integrationsprobleme, aber auch schulische Probleme wie „Blaumachen" oder ständiges Zuspätkommen und persönliche Probleme wie Liebeskummer, Streitereien, Drogenprobleme, Mobbing, kulturelle Konflikte im Elternhaus stellen einen großen Bestandteil in der Einzelberatung dar.

 Für die Eltern kann zum einen Hilfe bei Erziehungsproblemen oder schulischen Problemen der Kinder Bestandteil der Beratung sein, aber auch Beratung oder Weitervermittlung bei Verschuldung oder ausländerrechtlichen Belangen.

  Die wesentliche Hilfe liegt hier in der Beratung, bei der die Schweigepflicht gewährleistet sein muss. Desweiteren werden andere Beratungs- und Unterstützungsmöglichkeiten aufgezeigt oder Kontakte hergestellt. Bei Bedarf finden auch Hausbesuche statt.

2. Netzwerkbildung

  Die Zusammenarbeit mit anderen Institutionen ist unerlässlicher Bestandteil der Beratungstätigkeit der Schulsozialarbeiterin. Dies resultiert natürlich auch aus dem Einblick in alle Lebensbereiche der Schüler/innen. Die Schulsozialarbeiterin kann nicht alle Probleme allein aufarbeiten und ist auf ein externes Helfersystem angewiesen. Durch die geographische Lage bedingt, gehört nicht nur der Kreis Siegen-Wittgenstein zum Netzwerk sondern auch der Landkreis Altenkirchen.

 Diese Kontakte werden in der Regel telefonisch und persönlich  geknüpft und gepflegt. Zur Pflege des Netzwerkes gehört natürlich auch die Teilnahme an Arbeitskreisen und Gremien.  Die Zusammenarbeit mit Trägern der Jugendhilfe und auch Vereinen und Verbänden ist ebenso erforderlich. Zur kollegialen Beratung trifft sich die Schulsozialarbeiterin im Arbeitskreis Schulsozialarbeit.

 Ansprechpartner sind hier das Jugendamt (Hilfen zur Erziehung, Trennungs- und Scheidungsberatung), Beratungsstellen zu den verschiedensten Problemfeldern (z. B. Schuldenberatungsstelle, Verein für soziale Arbeit und Kultur, Jugendberufshilfe) Gesundheitsamt (z.B. Drogenberatung, Aids-Hilfe), Jugendgerichtshilfe, Schulberatungsstelle und andere.

3. Präventionsarbeit/schulergänzende   Maßnahmen

  Neben der Einzelfallhilfe findet sich im Rahmen der präventiven Arbeit ein weites Feld für Maßnahmen die der Prävention (Drogen, Aids, Gewalt u.s.w.), aber auch der Stärkung von sozialen Kompetenzen dienen.

  Die Schulsozialarbeiterin kann in die Ausbildung der Streitschlichter/innen und in das soziale Lernen für Klassen als Unterrichtseinheit im Rahmen von „Team-Teaching eingebunden sein.

  Die Begleitung bei Klassenfahrten oder Projekten, die der Förderung sozialer Kompetenzen dienen, sind ebenso Bestandteil dieses Bereichs wie die Einzelförderung in der Berufsfindung, bis hin zum gezielten Bewerbertraining für Schüler/innen der Klassen 9 und 10.